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Was ist Zeit? Teil1

Veröffentlicht: 25.12.2022  Autor: philipp  Beitrag vom: 25.12.2022
eingestellt in  Bewusstsein | Matrix     Quelle:  
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Vorwort

Seit einiger Zeit berichten viele Menschen darüber, dass sie das Gefühl haben, die Zeit vergehe in den vergangenen 2-3 Jahren um einiges schneller, als vorher. Nun ist Zeit eher als relativ anzusehen und Menschen nehmen diese daher je nach äußerer oder innerer Situation, nach Gesundheitszustand und Wohlbefinden und nach allgemeiner Wahrnehmung mit dem Focus auf wichtige und spannende oder eher langweilige Themen sehr unterschiedlich wahr. In der gefühlsgeladenen Zweisamkeit zweier Liebenden vergeht die Zeit gefühlt viel schneller, manchmal sogar zu schnell gegenüber dem Warten beim Zahnarzt auf eine Wurzelbehandlung. Was auch immer aktuell in der Matrix vor sich geht, es wird von einfühlsamen Menschen wahrgenommen. Es scheint tatsächlich, als würden sich die Ereignisse beschleunigen und der Tag scheint kürzer zu sein als noch vor 3 Jahren. Doch das könnte Wunschdenken sein oder vielleicht doch nicht?
Der Autor will in dieser zweitileigen Serie lediglich seine eigene Wahrnehmung und seine Recherchen präsentieren. Doch vielleicht finden sich andere gedanklich darin wieder. Auf alle Fälle ist die Zeit und alle damit verbundenen Themen des Lebens (das scheinen wohl alle zu sein) sehr spannend, Phänomen-geladen und man wird vielleicht nie alles ergründen, auf grund seiner enorman Vielschichtigkeit. Der Autor dankt auch vielmals den Inspirationen und Hinweisen von christian aus dem Verein ErPhiA in der Schweiz.

Was also ist nun die Zeit?

Beginnen wir mit einem Zitat aus dem Film "Alice im Wunderland - Hinter den Spiegeln" [EN: Alice Through The Looking Glas], gesprochen von einem, der im Film als "die Zeit" agiert:


„… ich bin Zeit, ewig während, unauslöschlich, nicht messbar, es sei denn, du hast eine Uhr …“


Uhr = Chronograph oder Chronograf, abgeleitet von Chronos

Chronograph ist auf Chronos zurückzuführen, was aus dem Griechischen kommt und Zeit bedeutet. Ihm wurde auch der Gott Chronos zugeordnet, welcher die Lebenszeit überwacht. Phonetisch ist der Begriff identisch mit Kronos, welcher ebenfalls aus einer griechischen Mythologie stammt, allerdings angeblich 3000 Jahre zurückliegend und Kronos wird mit Saturn, also Luzifer gleichgesetzt. Luzifer ist ebenso Prometheus und somit der Lichtbringer oder Lichtträger, der uns zum Beispiel in der Film-Serie „Startrek Discovery“ als Kahless präsentiert wird und reptiloiden Ursprungs sein soll, also Klingone. Interessanterweise ist der Heimatplanet der Klingonen einer mit dem Namen Chronos. Was für ein Zufall.



links:
Chronos, Friedhof der Jerusalems- und Neuen Kirche Berlin-Kreuzberg.





rechts:
Kronos, Kathedrale Sant Paul Belgien

Chronos (griech.) - Zeit, Gott der Zeit / der Lebenszeit

Kronos - Herrscher der Welt / Begründer des Goldenen Zeitalters = Luzifer = Prometheus, Pan, Ptah, Jade Kaiser, Shiva, Loki, Saturn etc.

Chronologie, Chronograph, Chronosphere (Alice hinter den Spiegeln)

Die Zeit und den Ablauf der Dinge zu beeinflussen und zu beherrschen nutzte Chronos wohl einen anderen seiner vielen Namen. Als PAN mit seinen (gefallenen) "Engeln" zog er über die Lande und hinterließ Tot, Verwüstung und riesige Angst und Furcht -> PANIK, die sich auch in dem Wort PANDEMIE ausdrückt. Mit seiner PAN-Flöte verzauberte (hypnotisierte) er die Menschen, um sie mit Magie gefügig zu machen. Man findet IHN mit dieser Flöte oft auf Reliefs, Gemälden und/oder als Statue. Sein Wirken als PAN Tau oder Peter PAN war wohl nicht ganz so dramatisch und traumatisierend. Aber was weiß ich schon?

moderner Chronograph Chronosphere bei Alice    Chronosphere

In privaten / persönlichen kommerziellen Dokumenten gibt es einen Bezug zum Ursprung - das Geburtsdatum und der Geburtsort. Das Datum stammt aus dem Gregorianischen Kalender, der von Papst Gregor XIII. (1572 - 1585) am 24. Februar 1582 der Welt gegeben wurde. Datum bedeutet so viel wie Geschenk, das Gegebene, aus dem Kalendersystem. Per kaiserlichem Dekret durch Joseph II. vom 05. Juni 1776 wurde der gregorianische Kalender vollständig im „Allgemeinen Reichskalender“ im „Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation“ in die Realität gebracht.
Übrigens wurde im gleichen Jahr 1776, am 04. Juli die Unabhängigkeitserklärung unterzeichnet innerhalb von blutigen Schlachten in Nordamerika während des ganzen Jahres; Adam Weishaupt gründete den Geheimbund der „Illuminaten“ und Adam Smith veröffentlichte sein Buch „Der Reichtum der Nationen“; die Briten besiegen die Kolonialarmee auf Long Island und eroberten New York; das große Feuer von New York brach aus u.v.m. in diesem einen Jahr.
Der gregorianische Kalender hatte den julianischen Kalender abgelöst, der vermutlich in Ägypten erschaffen wurde und im Jahre 45 vor Chr. von Julius Caesar im Römischen Reich eingeführt worden sein soll. In kirchlichen Bereichen ist der Julianische Kalender aktuell noch immer in Verwendung im „alten Stil“, wobei der Gregorianische Kalender dem „neuen Stil“ entspricht.



Die durchschnittliche Jahreslänge beim julian. Kalender beträgt 365,25 Tage. Sie ist damit um etwa 11 Minuten länger als das tropische Jahr, wodurch der Frühlingsanfang sich etwa alle 130 Jahre um einen Tag in Richtung zum Jahresanfang verschiebt. Dies führte dazu, daß bis zum Wechsel auf den Greg. Kal. sich die Zeit um 10 Tage verschoben hatte. Für den Übergang bestimmte Papst Gregor XIII., daß auf Donnerstag, den 4. Oktober 1582 (julianisch) direkt Freitag, der 15. Oktober 1582 (gregorianisch) zu folgen hatte, womit diese fehlenden 10 Tage übersprungen wurden. Die Natur selbst würde von dieser Differenz keinerlei Notiz nehmen. Diese Differenz hätte auf natürliche Prozesse keine Auswirkung und würde in der Tier- und Pflanzenwelt auch keine Widerspiegelung finden. Lediglich in der menschlichen Welt des Kommerzes und okkulter Rituale führte diese Differenz zu Schwierigkeiten in der genauen Festlegung des Osterfestes in der römisch-katholischen Kirche.

Das Osterfest ist für die römisch-katholische Kirche sehr wichtig. Das Wort Ostern stammt von EOS (Göttin der Morgenröte), Eostre, Ostara bzw. Ostarte ab und hat mit Os für scheinen oder Sonne oder Morgendämmerung zu tun und tara (Terra) dem Land. Es ist als eine Art Wiedergeburt des Landes, des Bodens, der Natur und - Ostara ist gleichbedeutend mit ISIS, Ishtar, Aphrodite, Venus oder auch LilithIshtar-Stern (von der Kirche täuschender Weise als Heilige Maria verehrt, obwohl das Weib ansich sonst keinerlei Rolle spielt), die allesamt für Fruchtbarkeit und Sexualität stehen, also dem Erschaffen neuen Lebens. Im Sanskrit bedeutet tara - Stern - welcher auch ein Symbol von Ostara / Ishtar ist.

Verschiedene Darstellungen von Ishtar - Isis - Venus - Aphrodite - Lilith - Maria

Aus verschiedenen Zeitepochen, von verschiedenen Orten und Szenen, wurde sie auch auf verschiedene Weise dargestellt. Interessant ist die Gestaltung der Füße von Ishtar auf den antiken Relief, ebenso dass Maria, Isis usw. auf einer Kugel steht. Vermutlich symbolisch als Herrscherin über das Leben auf der Erde als Göttin der Fruchtbarkeit. Oftmals wird sie stehend auf einer Schlange dargestellt, aus der sie wohl hervorging und die mit dem gefallenen Engel Lucifer symbolisiert wird. Denn jener trat oft in der Gestalt einer Schlange auf, wenn er sich mit Erdenweibern paaren wollte. Man denke hier auch an die Szene mit Adam und Eva und der verführenden Schlange. Auch ist oft ein gebogene Horn dargestellt, das wohl auf den "Gehörnten" hindeutet, welcher als Baphomet / Lucifer bekannt ist. Der Umhang von Mutter Maria ist ein Synonym für die Flügel, mit denen Isis oft dargestellt wird.
Auch in den Märchen und Sagen kommt Isis/Ishtar vor und dominiert den Ablauf der Dinge als Freya, Frau Holle oder auch als Pandora, welche ihren Namen für eine mystische "Büchse" gab.
Ihre besondere Magie verzauberte Mann und Weib gleichermaßen, was in sexuellen Verführungen endete und auch heute noch überlebte der Ausdruck "die Venus machen" - auch einer ihrer vielen Namen.

Wikipedia:
Der gregorianische Kalender, auch bürgerlicher Kalender, ist der weltweit meistgebrauchte Kalender. Auf dem gregorianischen Kalender beruht auch die Datumsdarstellung nach ISO 8601. Die Norm enthält verschiedene Datums- und Zeitformate, die jedoch rein formal und in den meisten Fällen schon durch die Anzahl der verwendeten Ziffern unterscheidbar sind. Ein Einsatz dieser Formate wird vor allem im Bereich der Naturwissenschaften, Softwareentwicklung, Dokumentation und für internationale Korrespondenz empfohlen, da hier das größte Fehlerpotential durch länderspezifische Formate existiert.

Als Beispiel sind hier verschiedene länderspezifische Schreibweisen für den 2. April 2008 (2008-04-02) genannt: 2/4/08, 4/2/08, 08/4/2, 4/2/2008. Ein Beispiel für das Datum ist 2004-06-14 (14. Juni 2004) und für die Uhrzeit 23:34:30 (23 Uhr, 34 Minuten und 30 Sekunden) und für beides zusammen 2004-06-14T23:34:30. Zur internationalen Kommunikation von Tageszeiten kann der Unterschied der verwendeten Zonenzeit zur koordinierten Weltzeit (UTC) angefügt werden, in der Form +01:00, +0100 oder +01 für mitteleuropäische Zeit und z. B. −04:30 oder −0430 für die Standardzeit in Venezuela.

Gregorianischer Kalender = Calendarium Gregorianum Perpetuum

Das Calendarium ist das Schuldregister der Geldverleiher. Sein Name leitet sich von Calendae (lat. den „Kalenden“) ab, dem ersten Tag des Monats, an dem normalerweise die Zinsen beglichen werden mussten.

Wiktionary:
Calendarium = ein Schuldbuch - das die Zeit benötigt
Perpetuum = beständig, auf alle Zeit und ewig
Calendarĭum (deacademic.com):
1) (röm. Ant.), Schuldenregister, in welches die Capitalien nebst Zinsen eingetragen wurden; es wurde von einem besonderen Sklaven (Calendarĭus) geführt;
2) so v.w. Kalender; daher Calendarium florae, Verzeichniß von Pflanzen nach den Monaten, in welchen sie blühen.

Datum = Gabe / Geschenk

Was ist Zeit?

Zeit (wissen.de)
das heutige Wort lässt sich ausgehend von mhd., ahd. zīt über germ. *tīdi in ders. Bed. auf idg. *dī–, *dā(i)– „teilen, zerschneiden“ zurückverfolgen, wie u. a. altind. dāti „schneidet ab; teilt“ und griech. daíesthai „(ver)teilen“ belegen; es bedeutete demnach urspr. „Abschnitt, Abgeteiltes“; ein anderer Zweig der idg. Wurzel führte zu engl. time „Zeit“, das über Fremdwörter wie → timen ebenfalls seinen Weg ins Deutsche fand und darüber hinaus mit griech. demos „Volk“, eigtl. „Volksabteilung“ (→ Demokratie usw.) verwandt ist

Etymologisches Wörterbuch der deut. Sprache (1934 Friedrich Kluge)
altsächs. tid, engl. tide (Zeit, Flutzeit), altnord. ti-mi, engl. ti-me
Zeitung >> angels. tidan, tidung, mitnieddeut. tidinge, dän. norw. tidende - etwas, das sich innerhalb der Zeit ereignet, Bericht über ein Ereignis

Bekannte Sprüche über die Zeit:

- ein schöner Zeit-Vertreib
- kommt Zeit - kommt Rat
- nur eine Frage der Zeit
- die Zeit heilt alle Wunden
- ich sitze hier und schinde Zeit
- deine Zeit ist abgelaufen
- du hinkst der Zeit hinterher
- ich finde keine Zeit
- den Nerv der Zeit treffen
- ich spiele auf Zeit
- ich nehme mir die Zeit
- die Zeit vergeht wie im Flug


Kalender der Germanen - Jahrgothweiser

Die Sinne ist der Jahrgoth und wir fahren auf unserer Mutter Erde wie auf einem Karussell in einem Jahreskreis um die Sonne mit dem Mond als Begleiter.
"Der Mond ist mit seinen je 14 Tagen der zunehmenden und abnehmenden Phase ein hervorragender Zeittaktgeber.“

im Web: https://www.jahrweiser.at/



Woher kommt die Zeit? Wer ist der Zeitgeber?

Im Betriebssystem auf Computern werden ein Datum und eine Zeit angezeigt. Es gibt eine Zeitansage im Telefon und im Staat läuft eine Schuldenuhr und Funkuhren zeigen automatisch die gesetzlich gesicherte Zeit. Woher kommt dieses Signal für die Zeit? Es kann geschehen, dass wenn man einen PC oder auf dem Mobiltelefon auf das vergangene Jahr zurückstellt und ins Internet gehen will, dass keine IP-Adresse zugewiesen werden könnte, da die Synchronizität in Bezug auf die Datenpakete im Web dann nicht gegeben ist.
Kein heutiges welt-bezogenes System kann ohne die Zeit existieren, keine Behörden, nicht Transport / Verkehr / Logistik, kein Finanzsystem und ebenso wenig die Wirtschaft - sie alle wären ohne ein zeit-synchrones Signal nicht fähig, auch nur einen kommerziellen Prozess zu organisieren. Lediglich die traditionelle Land- und Forstwirtschaft mag in anderen Dimensionen planen und agieren, wenn man sich nur auf die Natur selbst fokussiert. Denn die Natur existiert und agiert nach ihren eigenen Regeln und die menschengemachte Zeit spielt da keine Rolle. Weder Sonne, Mond, noch Sterne und der gesamte Kosmos sind an diese Zeit gebunden, denn sie ist eine Kostruktion, erschaffen in der Matrix, um Menschen über ihre Personen und alle sonstigen Prozesse in der WELT zu steuern, zu kontrollieren und überhaupt zu beherrschen. Die Zeit ist ein Erzeugnis, ein Produkt.


Menschen existieren außerhalb der Zeit, im Hier und Jetzt, im „Momentum“. Redewendung „einen Moment bitte…“. Der Moment also ist das Erste und die Sekunde, „second“, das Sekundäre - das Zweite. Die Zeitrechnung selbst ist eine kommerzielle Einheit für Buchhaltung >> die doppelte Buchführung.


Wer ist der Zeitgeber?

Die Zeit wird hergestellt in Braunschweig in der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt, wird geliefert und stillschweigend von allen Menschen angenommen. Jede Sekunde wird an jeden Menschen ausgeliefert und in einem kommerziellen Akt stillschweigend angenommen, da dem nicht widersprochen wird. Nach wissen.de ist Zeit ein Abschneiden eines Teils aus dem Ganzen Kontinuum. Das Abschneiden einer Sekunde und das zur Verfügung stellen dieser ist ein Vertrag, der sekündlich verlängert und dem nicht widersprochen wird.

Der Fachbereich 4 der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt:


Unter dem Link zum Fachbereich 4.4 (Zeit und Frequenz) kann die Aufgabe der Bundesanstalt nachgelesen werden:

„Hauptaufgabe des Fachbereichs ist die Realisierung und Weitergabe der Einheit der Zeit (Sekunde), sowie die Darstellung und Verbreitung der gesetzlichen Zeit in der Bundesrepublik Deutschland.“

„Die Sekunde ist definiert durch das 9.192.631.770-fache der Periodendauer der dem Übergang zwischen den beiden Hyperfeinstrukturniveaus des Grundzustands von 133Cs-Atomen entsprechenden Strahlung. Für die Realisierung und Weitergabe der Zeiteinheit werden Cs-Atomuhren als primäre Normale für Zeit und Frequenz entwickelt und betrieben.“ (Zitat PTB-Website)
Das legitimierende Regelwerk ist das Gesetz über die Einheiten im Messwesen und die Zeitbestimmung (Einheiten- und Zeitgesetz - EinhZeitG) vom 02.07.1969.

§ 1 Anwendungsbereich

(1) Im amtlichen und geschäftlichen Verkehr sind Größen in gesetzlichen Einheiten anzugeben, wenn für sie Einheiten in einer Rechtsverordnung nach diesem Gesetz festgesetzt sind. Für die gesetzlichen Einheiten sind die festgelegten Namen und Einheitenzeichen zu verwenden.
(2) Im amtlichen und geschäftlichen Verkehr sind Datum und Uhrzeit nach der gesetzlichen Zeit zu verwenden.


§ 3 Ermächtigung

(1) Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie wird ermächtigt, zur Gewährleistung der Einheitlichkeit im Meßwesen auf der Grundlage des Internationalen Einheitensystems der Meterkonvention oder zur Durchführung von Rechtsakten der Europäischen Gemeinschaften durch Rechtsverordnung, die nicht der Zustimmung des Bundesrates bedarf,
1. Einheiten für Größen festzusetzen und für sie Namen und Einheitenzeichen festzulegen,
2. die Definitionen der Einheiten festzulegen,
3. Vorsätze und Vorsatzzeichen zur Bezeichnung dezimaler Teile und Vielfache von Einheiten festzusetzen,
4. für Größenangaben im geschäftlichen und amtlichen Verkehr die zusätzliche Verwendung anderer als der gesetzlichen Einheiten, Einheitennamen und Einheitenzeichen zu regeln,
5. die Schreibweise der Zahlenwerte zu bestimmen.


§ 4 Gesetzliche Zeit

(1) Die gesetzliche Zeit ist die mitteleuropäische Zeit. Diese ist bestimmt durch die koordinierte Weltzeit unter Hinzufügung einer Stunde.
(2) Für den Zeitraum ihrer Einführung ist die mitteleuropäische Sommerzeit die gesetzliche Zeit. Die mitteleuropäische Sommerzeit ist bestimmt durch die koordinierte Weltzeit unter Hinzufügung zweier Stunden.


§ 6 Physikalisch-Technische Bundesanstalt
(1) Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt ist eine bundesunmittelbare, nicht rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Sie ist eine Bundesoberbehörde.
(2) Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt hat
1. die gesetzlichen Einheiten darzustellen, weiterzugeben und die dafür benötigten Verfahren weiterzuentwickeln,
2. die gesetzliche Zeit darzustellen und zu verbreiten,
5. die Verfahren bekannt zu machen, nach denen nicht verkörperte Einheiten, einschließlich der Zeiteinheit und der Zeitskalen sowie der Temperatureinheit und Temperaturskalen, dargestellt werden.

Wer war früher der Zeitgeber?

Früher wurde die Zeit durch die Kirchen zur Verfügung gestellt, nach denen sich jeder gerichtet hat. Hier wäre die Frage interessant, woher bezogen die Kirchen ihre Zeit? Die konnte wohl kaum mit einem Boten transportiert werden. Es sei denn, dieser hätte eine einigermaßen geeichte Vergleichsuhr dabeigehabt, die für die aufgesuchten Kirchen als Referenzzeit hätte gelten können.

Ein Spiegel-Online-Bericht über „Die Entdeckung der Zeit“ aus dem Jahre 2015 offenbart uns:

„Die erste urkundliche Erwähnung einer mechanischen Uhr stammt nach heutigem Wissen aus dem Jahr 1335. Das technische Meisterwerk war damals in der Kapelle des Mailänder Palastes der Visconti zu besichtigen.
[…] Nur wenige Jahre später, 1344, wurde in Padua am Turm des Stadtherrenpalastes eine ähnliche Uhr montiert. Rasch folgten Städte außerhalb Italiens wie London oder Avignon. Auch in deutschen Landen tauchten nun erstmals öffentliche Zeitanzeiger auf: 1364 wurde in Augsburg eine für die Bürger sichtbare Uhr in Gang gesetzt, 1375 in Hamburg, 1385 in Köln.
Solche Zeitmesser standen für etwas radikal Modernes im menschlichen Denken: Die Zeit wurde unabhängig sowohl von den Erscheinungen der Natur als auch von der Wahrnehmung des Einzelnen, sie war jetzt objektiv messbar.“

Wenn man weit genug recherchiert gelangt man irgendwann zu den Informationen, die aus der Vergangenheit durchaus auch heute noch Brisanz haben. Überlebt haben auf alle Fälle das Wappen der Visconti und seine möglichen Verwicklungen in die italienische Autoindustrie, erkennbar im Emblem/Logo von Alfa Romeo -zwei interessante Worte.
Übrigens fand ich bei einem zufälligen Besuch des Benediktiner-Klosters in der Kaiserpfalz in Memleben (Sachsen-Anhalt) gleiches Visconti-Wappen in einer Wandmalerei neben anderen skurilen Ausstellungsgegenständen innerhalb der rekonstruierten Klostermauern. Interessanterweise ist dieses Kloster nur einen Steinwurf von dem Fundort der "Himmelsscheibe von Nebra" entfernt.

     
Bild 1: Wappen der Visconti im Wappenbuch von Wernigerode
Bild2: das Wappen des Hauses Visconti aus 1395
Bild 3: das Logo des italienischen Autoherstellers Alfa Romeo
Bild 4: Wappen-Relief am Palast des Erzbischofs von Piazza Duomo in Mailand/Italien


Die Vernetzung von Machtinteressen des damaligen Schwarzen Adles / Ottonen in Italien mit dem Vatikan und der von ihm okkupierten katholischen Kirche führte zu nachfolgenden Resultaten:

  1. bedeutsamer Einfluß des Schwarzen Adels durch Hanseatische Kaufleutefamilien; in Augsburg finanziert durch die Handels-Familie „Fugger“ - der Name Fugger wurde europaweit zu einem Synonym für Reichtum;
  2. stufenweise Abtrennung der Menschen, des Handels, des Alltags von der Natur - hin zu Abstraktem;
  3. Entkopplung der Zeit weg vom Göttlichen hin zum Weltlichen, unterstützt und gefördert durch die Kirche (Kirchen-Turm-Uhren);
  4. die Einführung von radikal Modernem - extrem gegen das Bestehende; - modern - das Vorhandene abgewandelt / modifiziert / verändert / aktuelle Gültigkeit einfordern durch Sychronisierung zeitlicher kommerzieller Abläufe/Prozesse;

Allerdings waren die Abweichungen der Kirchenuhren durchaus größer als heute. Aber die Vernetzung des gesellschaftlichen Lebens war noch nicht derart relevant, daß Abweichungen wahrnehmbare Auswirkungen erzeugt hätten.

Weiter in Teil 2 [hier].


Weiterführende Links:
https://www.ptb.de/cms/ptb/fachabteilungen/abt4/fb-44.html
https://www.wissen.de/wortherkunft/zeit
https://das-blaettchen.de/2015/07/die-doppelte-sekunde-33327.html


Bildquellen:
Wikipedia
Encyclodedia Virginia
Pinterest, 123RF
Physik. Techn. Bundesanstalt

Letzte Aktualisierung: 26.12.2022
Tags: zeit chronos matrix chronograph datum kalender schuldbuch panik pandemie