“Wir sind eins.
I-UV - Ich Universeller Werteaustausch”

KRÄUTER UND GEWÜRZE (das Kleine A-Z) - DEREN GESCHICHTE UND HEILWIRKUNGEN

Veröffentlicht: 19.07.2015  Autor: admin  Beitrag vom: 17.07.2015
eingestellt in  Gesundheit und Heilung    Quelle:  Akademie für Gesundheit, Hygiene & Lebensqualität
14206 x aufgerufen

In den nächsten Wochen werden wir jeweils Beiträge zu den einzelnen Kräutern/Gewürze hier bringen und intensiver auf deren gesundheitliche Wirkung eingehen.

KEIN ANDERES LEBENSMITTEL BEEINFLUSSTE DEN VERLAUF UNSERER GESCHICHTE SO WIE DIE GEWÜRZE. GEWÜRZE WAREN ZUM TEIL DAFÜR VERANTWORTLICH, DASS AMERIKA ENTDECKT WURDE, SIE WAREN EIN WERTVOLLES HANDELSGUT UND AUCH IMMER WIEDER IN MYTHOLOGIE UND ABERGLAUBEN ZU FINDEN.

GESCHICHTE DER GEWÜRZE

Schon früh interessierte sich der Mensch dafür, seine Speisen besser schmecken zu lassen, weshalb er sie mit Gewürzen geschmacklich aufwertete. So zeigten Ausgrabungen in Mexiko, dass schon um 7000 v. Chr. Chilipfeffer bekannt war.

In Uruk, einer alten sumerischen Stadt, wurden schon im 4. Jh. v. Chr. Gewürze verwendet und gehandelt. Zeitgleich kamen aus Indien der Pfeffer, die Nelke, Safran und Kardamom nach Europa.

Im alten Ägypten gab es bereits Händler, die ausschließlich Gewürze handelten. Es entstanden damals die berühmten Handelsrouten, die neben Seide und anderen Waren auch Gewürze in alle Welt brachten. Die berühmteste Route war die sogenannte Seidenstraße, sie verlief durch die Wüste Gobi, durch Afghanistan bis ins heutige Syrien.

Im alten Rom und Athen waren die Gewürze meist nur von den Reichen erschwinglich. Sie verwendeten die Gewürze aber nicht nur zum Würzen der Speisen, sondern auch für Parfüms und als Arznei. Es herrschte also eine große Nachfrage, der Preis stieg immer mehr und mehr. Durch die Kreuzzüge kamen viele der fremden Gewürze schließlich nach Europa.

Im Mittelalter waren sie in Europa ein Symbol der Macht und des Reichtums. Dreh- und Angelpunkt für den Gewürzhandel war Venedig. Dadurch gelangten die Venezianer zu großem Reichtum und großer Macht. Dies blieb auch für eine lange Zeit so, bis andere Nationen wie Spanien, Portugal, England und Holland mit ihren großen Seeflotten Gewürze selbst in ihre Länder brachten und so die horrenden Preise umgehen konnten.

So war es zum Beispiel Christoph Kolumbus, der durch seine Entdeckung Amerikas Chilis, Piment und Vanille nach Europa brachte, oder Vasco da Gama, der aus Indien Nelken, Pfeffer, Muskat und Zimt mitbrachte.

ANDERS WAR ES BEI DEN HEIMISCHEN (EUROPÄISCHEN) GEWÜRZEN

Die wurden kaum gehandelt, sie wuchsen ja überall. Dill und Thymian waren wohl schon damals in aller Munde, andere Gewürze wie Majoran, Thymian und Rosmarin fanden sogar Einzug in die griechische Götterwelt. Hippokrates setzte als erster Heilkräuter zur Heilung ein. Dioskurides, der um die Mitte des 1. Jh. n. Chr. lebte, erwähnte schon damals viele der auch heute noch verwendeten Kräuter.

Im Mittelalter wurden in Klostergärten Kräuter und Gewürze in größeren Mengen angebaut.
Besonders die Benediktinermönche brachten Heilkräuter von Italien über die Alpen zu uns.
Karl der Große forderte den Anbau von Heilkräutern - er erlies eine Anordnung, "Capitulare de Villes" genannt, die befahl, in Klöstern Heilpflanzen wie die Melisse, den Majoran, Thymian und Salbei anzupflanzen.
Leider verschwanden Ende des 19. Jh. immer mehr Heilkräuter und Gewürze aus der einheimischen Küche. Es gab chemische Mittel und Aromen, die sie überflüssig machten.

WAS SOLLTE ICH BEI GEWÜRZKRÄUTERN BEACHTEN?

Umso frischer, desto intensiver schmecken sie.
Deswegen sollten Gewürze beim Kauf noch besonders frisch sein. Gewürze aus dem eigenen Garten sollte man stets erst kurz vor dem Gebrauch ernten.
Saisonale Heilkräuter sind intensiver als Treibhauspflanzen, die man immer kaufen kann.
Heilkräuter sollten immer trocken sein, wenn man sie klein hackt, ansonsten gehen die Aromastoffe verloren.
Gewürze sollte man immer erst vor der Verwendung zerkleinern.
Es gibt Gewürze, die das Garen gar nicht mögen, wie Basilikum, Borretsch und Kerbel. Diese gibt man erst zum Ende der Kochzeit hinzu.
Ungemahlene Kräuter und Gewürze, wie die Nelke, Pfeffer oder Kümmel, können ihr Aroma nur langsam abgeben, deshalb bitte früh in den Kochtopf damit.

GEWÜRZE ALS HEILMITTEL

Kräuter heilen - das ist ja inzwischen bekannt. Aber auch Gewürze haben eine gesundheitsfördernde Wirkung. Das wird schon alleine deshalb klar, weil viele Heilkräuter auch als Gewürz verwendet werden, z. B. der Anis.

Und während man aus den Heilkräutern z. B. einen Tee herstellt und diesen trinkt, so gibt man die Gewürze dem Essen bei und kommt so in den doppelten Genuss der Gewürze: Sie schmecken hervorragend und sie helfen, dass Sie gesund bleiben.

HIER EINE KLEINE AUFLISTUNG DER HEILWIRKUNG EINZELNER GEWÜRZE:

Ajowan:
Blähungen
Asthma bronchiale
Durchfall
Bronchitis
Darmkoliken
Anis:
Magenkrämpfe
Dreimonatskoliken
Blähungen
Durchfall
Husten
Mundgeruch
Basilikum:
Blähungen
Darminfektionen u. –koliken
Unterleibskrämpfe
Heuschnupfen
Blutarmut
Osteoporose
tränende/brennende Augen
Wadenkrämpfe
Beifuß :
hohe Cholesterinwerte
Pilzinfektionen
Abwehrschwäche
Frauenbeschwerden
Zahnfleischentzündungen
Karies
Appetitlosigkeit
Konzentrationsschwäche
Völlegefühl
Dillkraut:
Gicht
Osteoporose
Abwehrschwäche
Blutarmut
Hautentzündungen
Harnsteinleiden
Jodmangel
Dillsamen:
Nervosität
Darmkoliken
Reizmagen
Mundgeruch
Estragon:
Appetitlosigkeit
Zahnschmerzen
Magenübersäuerung
Blutarmut
Harnsteine
Karies
Blähungen
Magnesiummangel
Osteoporose
Rheuma
Nierenträgheit
Verdauungsträgheit
Fenchelsamen:
Dreimonatskoliken
Blähungen
Husten
Durchfall
Magenkrämpfe
Gewürznelke:
Magengeschwür
Arteriosklerose
Durchfall
Asthma bronchiale
Husten
Krebs
Magenschleimhautentzündung
Darminfektionen
Migräne
Rheuma
Heuschnupfen
Zahnschmerzen
Ingwer:
Arteriosklerose
Darm- u. Magenträgheit
Appetitlosigkeit
Gastritis
Müdigkeit
Blähungen
Reisekrankheit
Erkältungen
Übelkeit mit Erbrechen
Kapern:
Halsinfektionen
Racheninfektionen
Harnwegsinfektionen
Schnupfen
Husten
Verdauungsträgheit
Kardamom:
Kater
Blähungen
Verdauungsträgheit
Knoblauch:
Arteriosklerose
Bluthochdruck
Angina pectoris
Bronchitis
Asthma bronchiale
Durchblutungsstörungen
grippale Infekte
Darmentzündungen
Herzinfarkt
Koliken
Schlaganfall
Krebs
Verstopfung
Koriander:
Blähungen
Appetitlosigkeit
Erbrechen
Gastritis
Darmkoliken
Kater
Reizmagen
Kopfschmerzen
Kresse:
Arteriosklerose
Abwehrschwäche
Bronchitis
grippale Infekte
Husten
Harnweginfektionen
Krebs
Schnupfen
Nierenentzündung
Kreuzkümmel:
Blähungen
Menstruationskrämpfe
Bronchitis
Appetitlosigkeit
Darmkoliken
Husten
Erkältung
mangelnde Hautdurchblutung
Völlegefühl
Kümmel:
Darmkoliken
Blähungen
Magenschwäche
Dreimonatskoliken
Mundgeruch
Verdauungsprobleme bei fetthaltigen Speisen
Kurkuma:
Darminfektionen
Arteriosklerose
erhöhter Cholesterinspiegel
Pilzinfektion
Gallenblasenentzündung
Liebstöckelwurzeln:
Gicht
Blutarmut
Harnsteinleiden
Knochenschwund
Karies
Kropf
Wassersucht
Muskelkrämpfe
Liebstöckelblätter:
Mangelerkrankungen
Majoran:
Appetitmangel
Abwehrschwäche
Blähungen
Durchfall
Nervosität
Darmkoliken
Gallensteine
Karies
Gastritis
Reizmagen
Muskatnuss:
Muskelzerrungen
Gelenkentzündungen
rheumatische Erkrankungen
unterstützt die Verdauung
Verstauchungen
Oregano:
grippale Infekte
Halsentzündungen
Blutarmut
Husten
Kopfschmerzen
Rachenentzündungen
Keuchhusten
Zahnfleischentzündungen
Paprika:
Durchblutungsstörungen
Arteriosklerose
Konzentrationsschwäche
Magenkrämpfe
Lernschwäche
Migräne
Petersilie:
Arteriosklerose
Gelbsucht
Brust-, Lungen- u. Magenkrebs
Diabetes
Blutarmut
grippale Infekte
Harnsteine
Harnweginfektionen
Herpesinfektionen
Bluthochdruck
Osteoporose
Pfeffer:
Speichelmangel
Herzinfarkt
kalte Hände u. Füße
Angina pectoris
reduzierte Magensäuresekretion
Verdauungsträgheit
Pfefferminze:
Darmkoliken
Appetitlosigkeit
Menstruationsbeschwerden
Konzentrationsschwäche
Durchfall
Kopfschmerzen
Rosmarin:
Gallenbeschwerden
niedriger Blutdruck
Herzinfarkt
Angina pectoris
Herzschwäche
Erschöpfung
Müdigkeit
Safran:
Konzentrationsschwäche
Haarschuppen
Lichtempfindlichkeit
Magenträgheit
Muskelschwäche
Lippenrisse
Salbei:
Darmentzündungen
grippale Infekte
Halsentzündungen
Durchfall
Magenschleimhautentzündung
Nachtschweiß
Zahnfleischentzündungen
Rachenentzündungen
Schwarzkümmel:
Allergien
Abwehrschwäche
Blähungen
Rheuma
Arthritis
Verdauungsträgheit
Senf:
Müdigkeit
Blasenentzündungen
Heiserkeit
Harnweginfektionen
Konzentrationsschwäche
Thymian:
Asthma bronchiale
Darmentzündungen
Blutarmut
grippale Infekte
Mandelentzündungen
Keuchhusten
Verdauungsstörungen
Zimt:
Reizhusten
Darmkoliken
Darminfektionen
Durchfall
Heiserkeit
niedriger Blutdruck
Kreislaufschwäche
Rachenentzündungen
Verdauungsträgheit


Wie Sie sehen, können viele Gewürze etwas für Ihre Gesundheit tun.

Voraussetzung ist natürlich, dass man sie auch einsetzt und nicht kaputtkocht oder totbrät. Gewürze sollte man daher immer erst zum Schluss dem Essen beigeben.


Tags: Kräuter Gewürze Gesundheit Heilung Geschmack Ernährung Thymian Majoran Kurkuma Kumin Melisse Kresse Anis